Schädlingskunde.

In unserem Lexikon für Schädlingskunde erfahren Sie Wichtiges über das Vorkommen, die Lebensweise, das Verhalten, die Gefahren und die Bekämpfung der meist verbreiteten Schädlinge. Das Wissen um die Besonderheiten der Schädlinge ist wichtig, damit Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung zielgerichtet durchgeführt werden können.

Des Weiteren finden Sie Informationen über Nützlinge und Lästlinge.

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Pflanzenschädlinge

Wühlmaus (Arvicola terrestris)Bezeichnung deutsch: Wühlmaus
Bezeichnung lateinisch: Arvicola terrestris

Die Große Wühlmaus (auch Erd- oder Wühlratte) gehört zur Gattung der "Schermäuse" (Arvicola). Sie zählt aufgrund ihrer starken Fraß- und Wühltätigkeit und der damit verbundenen Zerstörung der Grasnarbe zu den unangenehmsten tierischen Schädlingen im Garten. Wo ein Wühlmausbefall vorliegt welken Obstbäume, Rosen und Gemüsepflanzen oder kippen plötzlich um. Mit Vorliebe fressen Sie auch, Blumenzwiebeln, Kartoffeln und Wurzelgemüse.

Aussehen:
Wühlmäuse werden 12-22 cm lang und wiegen zwischen 60-120 g. Die Färbung des Felles kann sehr unterschiedlich sein, d.h. hier können sowohl sandfarbene, helle Töne wie auch dunkelbraune Farben vorkommen. Auf der Bauchseite treten bevorzugt hellere Farben auf. Charakteristisch ist der stumpfe Kopf mit den kleinen, im Pelz verschwindenden Ohren und ein kurz behaarter, leicht geringelter Schwanz (ca. halbe Körperlänge).

Entwicklung:
Wühlmäuse sind Einzelgänger, die nur in der Paarungszeit zusammenfinden. Die unterirdischen Gänge werden nur von einem einzelnen Tier genutzt. Zu einem Wühlmausbau gehören eins bis zwei Nester und im Herbst und Winter auch Vorratskammern, in denen Wurzelstücke gelagert werden. Wühlmäuse sind tag- und nachtaktive Tiere mit einem – auch im Winter – abwechselnden Rhythmus von 2–3 Stunden Aktivität und 3–4 Stunden Ruhezeit. Die Vermehrung der Tiere findet ab März/April bis September/Oktober statt. In dieser Zeit 2–4 Würfe mit durchschnittlich 4 Jungen abgesetzt. Von der Begattung bis zur Geburt vergehen nur etwa 3 Wochen. Die Jungtiere vom Frühjahr werden dabei noch im gleichen Jahr geschlechtsreif. Theoretisch könnte so ein Weibchenim Jahr bis zu 40 Nachkommen produzieren. Die Lebensdauer der Tiere beträgt nur etwa 2 Jahre. Das Gangsystem einer Wühlmaus ist - im Gegensatz zum Maulwurf – deutlich hochoval, glatt, fest und ohne Pflanzenreste. Man findet eher wellenförmige Linien an der Erdoberfläche. Die Erdhaufen selbst sind flach, eher unauffällig und werden seitlich vom eigentlichen Gangsystem aus aufgeschüttet. Vorkommen und Bedeutung: Diese bei uns vorkommenden Arten teilen sich, entsprechend ihrem bevorzugten Lebensraum, in zwei Formen auf: Eine Landform, die hier in seinen unterirdischen Gängen lebt und eine Wasserform, die bevorzugt in Gewässernähe, an Gräben, Bächen und Uferböschungen vorkommt. Durch Wühlmäuse sind in Obstplantagen und auch im Garten vorwiegend junge Bäume gefährdet. Die Schäden entstehen vor allem unbemerkt während des Winters. Sie werden erst entdeckt, wenn im Frühjahr Bäume bzw. Sträucher schwach oder gar nicht mehr austreiben. Die Pflanzen sitzen nicht mehr fest im Boden. Sie lassen sich leicht herausziehen und die Hauptwurzel sieht wie angespitzt aus.

Bekämpfung/Vorbeugung:
Bei jungen Bäumen empfiehlt sich den Wurzelballen mit einen verzinkten Drahtkorb (Maschenweite höchstens 16 mm) zu umschließen. Zu den wichtigsten natürlichen Feinden der Wühlmaus gehören die Wieselarten, vor allem das Mauswiesel. Aber auch Iltis, Marder und Katze sowie Eulen (insbesondere die Schleiereule) und Greifvögel (z. B. der Mäusebussard) stellen der Wühlmaus nach. Durch Aufstellen von Sitzstangen als Ansitz für Raubvögel oder durch Steinhaufen als Unterschlupf für Wiesel, kann deren Ansiedlung gefördert werden. Die besten Bekämpfungszeiträume sind der Spätherbst, solange der Boden offen ist und das zeitige Frühjahr, bevor die Vermehrung der Wühlmäuse beginnt. Dabei sollte möglichst großflächig bekämpft werden. Maßnahmen während der Sommermonate sind wenig effektiv. Fallen Es gibt verschiedene Fallentypen. Einige müssen vor dem Einsatz beködert werden; sie sind teils einseitig, teils beidseitig fängig. Den besten Fangerfolg erhält man bei älteren, leicht angerosteten Fallen, die den Geruch des Erdreiches angenommen haben. Neue Fallen sind daher erst einige Zeit der Witterung auszusetzen. Auch die Hände sollten vor dem Fallenstellen mit Erde abgerieben werden. Den Gang vorsichtig freigelegen, von loser Erde säubern und die Falle in den Gang schieben. Sie sollte wenn möglich in die Gangöffnung eingepasst werden. Um der Falle im Gang einen festen Sitz zu verleihen, drückt man das Erdreich um die Falle an. Wenn Beköderungen möglich sind, können Möhren, Apfel, Kartoffel oder Sellerie als Köder verwendet werden.

Begasung:
Die Wühlmaus kann auch mittels Atemgiften getötet werden. Diese Verfahren sind in lockeren und sandigen Böden unsicher, da die Gase zu schnell in die Luft entweichen. Auf diesen Standorten müsste in verhältnismäßig kurzen Abständen wiederholt begast werden.

Vorratschädlinge

Amerikanischer Reismehlkäfer (Tribolium confusum)Bezeichnung deutsch: Amerikanischer Reismehlkäfer
Bezeichnung lateinisch: Tribolium confusum

Käfer kastanienbraun, 4 mm lang. Feine Punktstreifen und Längsrippen auf den Flügeldecken. Eizahl 300-600, Larven gelblich-braun, bis 8 mm lang. Entwicklungsdauer vom Ei bis Käfer bei Zimmertemperatur ca. 3-4 Monate. Mehrere Generationen jährlich. Wenig widerstandsfähig gegen Kälte und Nahrungsmangel.


Australischer Diebskäfer (Ptinus tectus)Bezeichnung deutsch: Australischer Diebskäfer
Bezeichnung lateinisch: Ptinus tectus

Käfer braun, bis 4 mm lang. Die Weibchen legen auf Produkten tierischer und pflanzlicher Herkunft bis zu 1000 Eier ab. Die Entwicklung dauert ca. 3 Monate. Die Käfer können nicht fliegen, neigen aber zu ausgedehnten Wanderungen.


Brotkäfer (Stegobium paniceum)Bezeichnung deutsch: Brotkäfer
Bezeichnung lateinisch: Stegobium paniceum

Rotbrauner, ca. 3 mm langer Käfer. Volltier nimmt keine Nahrung auf. Legt bis zu 100 Eier an Nahrungsstoffen ab. Frisch geschlüpfte Larven weiß, breiten sich über größere Strecken aus und dringen überall ein. Puppe in ovalen, aus Nahrungsteilchen zusammengesponnenen Köchern. Meist nur eine Generation pro Jahr.


Getreidekapuziner (Rhyzopertha dominica)Bezeichnung deutsch: Getreidekapuziner
Bezeichnung lateinisch: Rhyzopertha dominica

Der Halsschild des 3 mm langen, schwarzbraunen Käfers ist kapuzenartig über den Kopf gestülpt. Auffällig sind die starke Einschnürung hinter dem Halsschild und die Punktstreifen auf den Flügeldecken. 300-500 Eier werden an Getreidekörnern abgelegt. Die Larvenentwicklung und Verpuppung erfolgen im Korn. Bei Normaltemperatur ca. 2 Generationen pro Jahr. Bei zu warm eingelagertem Getreide Entwicklungsdauer ca. 5 Wochen, entsprechend mehrere Generationen pro Jahr.


Getreidemotte (Sitotroga cerealella)Bezeichnung deutsch: Getreidemotte
Bezeichnung lateinisch: Sitotroga cerealella

Flügelspannweite des Falters bis 19 mm, Vorderflügel lehmgelb mit schwarzen Punkten. Hinterflügel einfarbig, grau. Raupen erst gelblichrot, dann weiß, bis 6 mm lang, zylindrisch.


Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis)Bezeichnung deutsch: Getreideplattkäfer
Bezeichnung lateinisch: Oryzaephilus surinamensis

Ca. 3 mm langer, schlanker, abgeplatteter Käfer, tabakbraun, am Halsschild beiderseits 6 spitze Zähnchen. Sehr lebhaft.150-200 Eier werden zwischen den Körpern abgelegt. Entwicklungsdauer je nach Temperatur 3 Wochen bis 4 Monate. Gegen Frost und Lufttrockenheit empfindlich.


Hausmaus (Mus musculus)Bezeichnung deutsch: Hausmaus
Bezeichnung lateinisch: Mus musculus

Auf der Oberseite dunkel bis schwarz, Unterseite grau gefärbt. Körper und Schwanz jeweils 9 cm lang. Große Vermehrungsfähigkeit. 4-8 Junge pro Wurf, 4-6 Würfe jährlich. Lebt bevorzugt in trockenen Räumen, kann sich gut an verschiedene Bedingungen anpassen. z.B. an Kälte (Vorkommen in Kühlhäusern). Lebens- und Futtermittel, aber auch Textilien, Papier, Leder u.a. werden angefressen und durch Exkremente verunreinigt. An Getreide unterscheidet sich Auftreten der Mäuse von Rattenbefall durch das Vorhandensein von kleinen, ca. 1-2 mm großen Nagespänen (Spelzen, Kornstückchen). Überträgt auch Krankheiten, z.b. Paratyphus, Trichinose u.a.


Khaprakäfer (Trogoderma granarium)Bezeichnung deutsch: Khaprakäfer
Bezeichnung lateinisch: Trogoderma granarium

Käfer 1,8-3,0 mm lang, schwarzbraun mit hellen und dunklen Querbinden auf den Flügeldecken. Der Käfer selbst nimmt keine Nahrung auf. 40-60 Eier werden einzeln, z.B. an Getreidekörnern abgelegt. Larve gelbbraun, trägt am Hinterende lange Haarbüschel. Sehr wärmeliebend, bei höheren Temperaturen mehrere Generationen pro Jahr. Larve überlegt Temperaturen bis zum Gefrierpunkt, kann bis zu 1 Jahr hungern.


Kornkäfer (Sitophilus granarius)Bezeichnung deutsch: Kornkäfer
Bezeichnung lateinisch: Sitophilus granarius

3,5-5 mm langer, brauner bis schwarzer, flugunfähiger Rüsselkäfer. Entwicklung vom Ei über Larve und Puppe zum Volltier erfolgt im Getreidekorn, gelegentlich auch in Teigwaren, Graupen u. a. Eizahl pro Weibchen 100-200 Stück. Das Weibchen nagt ein Loch in das Getreidekorn, das zur Eiablage dient und danach wieder mit einem Sekret verschlossen wird. Äußerlich fast normal aussehende Körner enthalten Larve oder Puppe.


Kornmotte (Nemapogon granellus)Bezeichnung deutsch: Kornmotte
Bezeichnung lateinisch: Nemapogon granellus

Ähnlich der Getreidemotte, Vorderflügel jedoch silberglänzend, Spannweite 12 mm. Legt ca. 100 Eier zwischen Körnern ab. Raupen weißlich-gelb, bis 10 mm lang. Puppen in Getreide, aber auch in Dielenritzen, Balkonrissen u. a. Verstecken. 2 Generationen jährlich.


Leistenkopfplattkäfer (Cryptolestes ferrugineus)Bezeichnung deutsch: Leistenkopfplattkäfer
Bezeichnung lateinisch: Cryptolestes ferrugineus

Käfer ca. 2 mm lang, braun, platt mit langen Fühlern und Halsschild ohne Zähnchen. Sonst wie Getreideplattkäfer.


Maiskäfer (Sitophilus zeamais)Bezeichnung deutsch: Maiskäfer
Bezeichnung lateinisch: Sitophilus zeamais

Käfer ca. 4 mm lang, glänzend-braun bis schwarz, flugfähig, deutliche Flecken auf Flügeldecken. Sonst wie Kornkäfer.


Mehlkäfer (Tenebrio molitor)Bezeichnung deutsch: Mehlkäfer
Bezeichnung lateinisch: Tenebrio molitor

Käfer ca. 12-18 mm lang, frischgeschlüpft braun, später schwarz, Punktstreifen auf Flügeldecken. Ca. 150-200 klebrige Eier werden zwischen der Nahrung abgelegt. Larve bis 28 mm lang, erst weiß, dann gelbbraun, glatt, als „Mehlwurm“ bekannt. Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Käfer ca. 1 ½ Jahre.


Mehlmilbe (Acarus siro)Bezeichnung deutsch: Mehlmilbe
Bezeichnung lateinisch: Acarus siro

Ausgewachsene Tiere 0,4-0,6 mm lang, weiß, sehr langsame Bewegungen. Ausgewachsene Tiere tragen 8, Larven 6 Beine. Während der Larven-Entwicklung auftretende Ruhestadien ermöglichen langes Überleben bei Nahrungsmangel und Trockenheit.


Mehlmotte (Ephestia kuehniella)Bezeichnung deutsch: Mehlmotte
Bezeichnung lateinisch: Ephestia kuehniella

Flügelspannweite des Falters 22 mm. Vorderflügel bleigrau mit gezackten dunklen Querbändern. Hinterflügel einfarbig, heller. Ca. 200 Eier. Rötliche, grünliche oder weiße, bis 20 mm lange Raupen sitzen oft in Gespinströhrchen. Verpuppung in Verstecken, Ritzen, Säcken u. a. außerhalb des Nähsubstrats. 3-4 Generationen jährlich.


Moderkäfer (Lathridius sp.)Bezeichnung deutsch: Moderkäfer
Bezeichnung lateinisch: Lathridius sp.

Sehr kleiner Käfer, 1-1,5 mm lang, Farbe rötlichgelb bis schwarz. Leben hauptsächlich von Schimmelpilzen. Es gibt zahlreiche Arten, die nur schwer voneinander zu unterscheiden sind.


Reiskäfer (Sitophilus oryzae)Bezeichnung deutsch: Reiskäfer
Bezeichnung lateinisch: Sitophilus oryzae

Käfer ca. 3 mm lang, braun bis schwarz mit 4 orangefarbenen Flecken auf den Flügeldecken, flugfähig. Sonst wie Kornkäfer.


Rotbeiniger Schinkenkäfer (Necrobia rufipes)Bezeichnung deutsch: Rotbeiniger Schinkenkäfer
Bezeichnung lateinisch: Necrobia rufipes

Metallglänzender, metallisch blauer Käfer, bis 6 mm lang, Beine rotbraun. Eizahl 150-300, bei günstiger Ernährung bis 2000. Larve bis 10 mm lang. Zunächst weiß, später grau. Verpuppung meist außerhalb der befallenen Ware in Kokons aus organischem Material, wie Schinken, trockenes Fleisch, Holz u. a. Entwicklungsdauer 6 Wochen bis 6 Monate, von Temperatur und Nahrungsangebot abhängig.


Schwarzer Getreidenager (Tenebrioides mauretanicus)Bezeichnung deutsch: Schwarzer Getreidenager
Bezeichnung lateinisch: Tenebrioides mauretanicus

Käfer glänzend schwarzbraun, stark abgeplattet, zwischen Halsschild und Rumpf tief eingeschnürt, ca. 11 mm lang. Eizahl zwischen 500 und 1000. Schmutzigweiße Larve, ca. 20 mm lang, bohrt sich zur Verpuppung oft in ein weiches Holz ein. Entwicklungsdauer ca. 1 Jahr. Käfer sehr langlebig.


Speichermotte (Ephestia elutella)Bezeichnung deutsch: Speichermotte
Bezeichnung lateinisch: Ephestia elutella

Flügelspannweite des Falters 18 mm. Vorderflügel bleigrau mit gewellten dunklen Querbändern. Hinterflügel einfarbig, heller. Ca. 200 Eier. Rötliche, grünliche oder weiße, bis 20 mm lange Raupen sitzen oft in Gespinströhrchen. Verpuppung in Verstecken, Ritzen, Säcken u. a. außerhalb des Nähsubstrats. 3-4 Generationen jährlich.


Speisebohnenkäfer (Acanthoscelides obtectus)Bezeichnung deutsch: Speisebohnenkäfer
Bezeichnung lateinisch: Acanthoscelides obtectu
s

Gelbgrüner, bis 5 mm langer Käfer mit hellgrauen Flecken. Ca. 40-50 Eier werden lose zwischen die Leguminosensamen abgelegt. Larven bohren sich in das Samenkorn ein, dort verpuppen sie sich. Sehr wärmeliebender Schädling, bis 20 °C entwickelt sich eine Generation in 3 Monaten.


Tabakkäfer (Lasioderma serricorne)Bezeichnung deutsch: Tabakkäfer
Bezeichnung lateinisch: Lasioderma serricorne

Käfer bis zu 3,5 mm lang, braun, nimmt keine Nahrung auf. 20-30 Eier werden an Tabak und Tabakwaren abgelegt. Larve weiß, 4 mm lang, benötigt hohe Temperaturen zur Entwicklung, Gesamtentwicklungsdauer je nach Temperatur 6-10 Wochen. Kann sich nur in dauernd beheizten Räumen halten.


Vierhornkäfer (Gnathocerus cornutus)Bezeichnung deutsch: Vierhornkäfer
Bezeichnung lateinisch: Gnathocerus cornutus

Käfer ca. 4 mm lang, rotbraun, Männchen tragen auf dem Kopf nach vorn gerichtete Hörner. Die Weibchen ähneln im Aussehen dem Reismehlkäfer. Vermehrungsfähigkeit geringer als bei Rotbraunem Reismehlkäfer.


WanderratteBezeichnung deutsch: Wanderratte
Bezeichnung lateinisch: ---

Körperlänge bis 25 cm, Schwanz schuppig und geringelt, etwas kürzer als der Körper. Oberseite des Felles graubraun bis rötlichbraun gefärbt. Der Bauch ist hellgrau bis weißlich. Die Gliedmaßen sind kurz und die Vorder- und Hinterpfoten nacht und rosafarben. Die Ratten besitzen wie alle Nagetiere im Oberkiefer und Unterkiefer je zwei als Nagezähne ausgebildete Schneidezähne. Diese sind kräftig, meißelartig und tief im Kiefer verankert, sie müssen ständig benutzt werden, da sie sonst Weiterwachsen.

Holzschädlinge

Hausbockkäfer, Großer Holzwurm (Hylotrupes bajulus)Bezeichnung deutsch: Hausbockkäfer, Großer Holzwurm
Bezeichnung lateinisch: Hylotrupes bajulus

Gefährlicher, weltweit verbreiteter Nadelholzschädling, Larvenfraß im Splint von Bauholz: Tragende bzw. nichttragende Konstruktionsteile in Gebäuden (Dachstuhl!) sowie Freilandhölzer Larve läßt papierdünne Außenschicht unversehrt stehen, nur ovale, z. T. mit gezacktem Rand versehene Fluglöcher der Jungkäfer werden sichtbar (Ø 3–4 x 5–10 mm). Larvengänge im Holzquerschnitt oval, gefüllt mit feinem, puderförmigen lockerem Bohrmehl, vermengt mit walzenförmigen Kotteilchen, Gangwände zeigen typische „Rippelmarkenstruktur“


Gewöhnlicher Nagekäfer, Kleiner Holzwurm (Anobium punctatum)Bezeichnung deutsch: Gewöhnlicher Nagekäfer, Kleiner Holzwurm
Bezeichnung lateinisch: Anobium punctatum

Sehr schädlich! Massenvermehrung u. a. in Dachstühlen, in trockenem, verarbeiteten (älteren) Nadel- und Laubholz. Wie mit feinem Schrot beschossenes Holz (Fluglöcher Ø1–2 mm)Holz vollständig zersetzt und pulverisiert, lockeres Bohrmehl, walzenförmige, einseitig zugespitzte Kotteilchen


Bunter Nagekäfer (Xestobium Rutorillosum)Bezeichnung deutsch: Bunter Nagekäfer
Bezeichnung lateinisch: Xestobium Rutorillosum

Meist zus. mit zerstörenden Pilzen in Eiche, seltener in Nadelholz von entsp. hoher Feuchtigkeit (z. B. wenn Erdkontakt besteht!)Siebartige Durchlöcherung (bis 4 mm)mit lamellenartigen Spätholzresten. Unregelmäßige Gänge im Frühholz, gefüllt mit festem, linsenförmigem Larvenkot, vermischt mit Nagemehl.


Splintholzkäfer (Lyctus brunneus)Bezeichnung deutsch: Splintholzkäfer
Bezeichnung lateinisch: Lyctus brunneus

Eiablage in Gefäße (Poren) und Fluglöcher von Holz (Roh- u. Schnittholz, Funiere, Möbel usw.) mit reichhaltigem Stärke- bzw. Eiweißgehalt, immun gegen Lyctus sind die europäischen Nadelhölzer, aber auch die Rotbuche, gefährliche Trockenholzschädlinge nach wiederholtem Befall Holzoberfläche wie mit ,Schrot beschossen (Ø ca. 1 mm), sonst bleibt diese als papierdünne feine Schicht völlig unberührt, dabei ,ist oft schon der ganze innere Splintkörper in eine pulverförmige Masse umgewandelt Überwiegend in Faserrichtung verlaufende Fraßgänge der Larven, bis 2 mm Ø, sehr feines Bohrmehl, Kotteilchen kugelförmig bis schwach zugespitzt, Differentialdiagnose gegenüber Nage- und z. T. Holzbohrkäfern schwierig

Hygienenschädlinge

Wegknotenameise (Manica rubida)Bezeichnung deutsch: Wegknotenameise
Bezeichnung lateinisch: Manica rubida

5–9 mm. Schwärmt Mai bis Juli. Auf steinigen und sandigem, meist trockenem Boden. Nester häufig an Strassenrändern, im Gebirge unter grossen Steinen. Kraterförmiger Nestaushub. Nacktpuppen. Stich schmerzhaft (sticht Menschen allerdings nur selten). Verteidigt gegenüber anderen Ameisenarten nur im unmittelbaren Nestbereich.


Rote Knotenameise (Myrmica specioides)Bezeichnung deutsch: Rote Knotenameise
Bezeichnung lateinisch: Myrmica specioides

3,5–5,5 mm. Schwärmt Mai bis Juli, an warmen Nachmittagen. Erdnester meist unter Steinen. Nacktpuppen. Aggressiv, schnell stechend. Sehr stark räuberisch. Erbeutet regelmäßig schwächere Lasius-Arten (besonders Lasius flavus). Kolonie besteht meist nur aus 100 bis 2500 Arbeiterinnen.


Rote Gartenameise (Myrmica rubra)Bezeichnung deutsch: Rote Gartenameise
Bezeichnung lateinisch: Myrmica rubra

4–6 mm. Sie ist überall, besonders in Gärten, zusammen mit Lasius niger anzutreffen. Erdnester meist unter Steinen. Je nach Art mehr oder weniger angriffig. Ideal für die Pflege im Gibsnest.


Rasenameise Tetramorium caespitumBezeichnung deutsch: Rasenameise
Bezeichnung lateinisch: Tetramorium caespitum

2,5–3 mm. Schwärmt Juni und Juli. Selbständige Koloniegründung. Verschieden gefärbte Rassen, von hellem Rötlichbraun bis Schwarz. In Wiesen und Wäldern sehr anpassungsfähig, Erndnester.


Diebsameise (Diplorhoptrum fugax)Bezeichnung deutsch: Diebsameise
Bezeichnung lateinisch: Diplorhoptrum fugax

1,5–2 mm. Fast blind. Baut ihre Nester meist in Nestern fremder, grösserer Ameisenarten (z.B. Waldameise). Schwärm September und Oktober. Selbständige Koloniegründung.


Herzgasterameise (Cremastogaster scutellaris) Bezeichnung deutsch: Herzgasterameise
Bezeichnung lateinisch: Cremastogaster scutellaris

2,5–3,5 mm. Schwärmt August bis September. Im Süden regional weit verbreitet. Häufig an Hausmauern. Roter Kopf und glänzendschwarzer Körper. Baut Kartonnester.


Rote Waldameise (Formica rufa/Formica polyctena)Bezeichnung deutsch: Rote Waldameise
Bezeichnung lateinisch: Formica rufa/Formica polyctena

3–9 mm. Große Komplexaugen. Schwärmt Juni bis September. Baut Tannennadelhügel, häufig kegelförmig. Zumeist an Rändern von Nadel- oder Mischwäldern. Steht unter Naturschutz.


Schwarze Sklavenameise (Formica fusa)Bezeichnung deutsch: Schwarze Sklavenameise
Bezeichnung lateinisch: Formica fusa

3.5–6.5 mm. Etwas kleiner und schlanker als die verwandte Waldameise. Mattschwarz, große Komplexaugen mit zahlreichen Facetten. Bevorzugt mageren, sandigen Boden, meist unter Steinen. Erdnest weniger Volkreich. Ideal für das Gibsnest.


Rotbraune Sklavenameise (Formica cunicularia)Bezeichnung deutsch: Rotbraune Sklavenameise
Bezeichnung lateinisch: Formica cunicularia

3.5–6.5 mm. Schwärmt Juni bis August. Mit grossen Komplexaugen. An lichten, trockenen Stellen mit spärlichem Graswuchs. Bis zu 70 cm tiefe, senkrecht in die Erde gegrabene stollenähnliche Nester, meist ohne Aushub.


Rotbraune Wiesenameise (Formica pratensis)Bezeichnung deutsch: Rotbraune Wiesenameise
Bezeichnung lateinisch: Formica pratensis

3–9 mm. Grosse Komplexaugen. Schwärmt Juni bis September, vor allem morgens. Baut Hügel aus Tannennadeln, aber flacher als die anderen Waldameisen (rufa), häufig in Wiesen.


Herzkopfameise Coptoformica sp.Bezeichnung deutsch: Herzkopfameise
Bezeichnung lateinisch: Coptoformica sp.

3.5–6.5 mm. Grosse Komplexaugen. Schwärmt Juni bis September. Baut aus feinem Grasmaterial Hügel in Wiesen, seltener an Waldrändern. Regional weit verbreitet.


Blutrote Raubameise (Formica sanguinea)Bezeichnung deutsch: Blutrote Raubameise
Bezeichnung lateinisch: Formica sanguinea

3.5–6.5 mm. Körperbau ähnlich wie Waldameise, doch Kopfschild vorne ausgebuchtet. Große Komplexaugen. Schwärmt Juni/ Juli. Sehr angriffige Art. Übergangsform zwischen Königin und Arbeiterin nicht selten. Vermag selber Nester zu bauen, verschafft sich aber meist „Sklaven“ indem sie Puppen der Sklavenameise raubt (Formica fusca/Formica cunicularia).


Amazonenameise (Polyergus rufescens)Bezeichnung deutsch: Amazonenameise
Bezeichnung lateinisch: Polyergus rufescens

5–7 mm. Große Komplexaugen. Erdnester in sonnigen Wiesen. Nur mit Hilfsameisen angetroffen. Regional weit verbreitet.


Rossameise (Camponotus herculeanus)Bezeichnung deutsch: Rossameise
Bezeichnung lateinisch: Camponotus herculeanus

5–14 mm. Soldaten ausgeprägt (Bild). Schwärmt Mai bis August. Selbständige Koloniegründung. Nest in lebenden oder toten Baumstrünken, seltener unter Steinen. Kokonpuppen. Kommt bis 2400 m ü. M. vor. Orientiert sich dank guter Augen weitgehend nach dem Gesichtsfeld. Je nach Art und Individuum kann das vorderste Hinterleibssegment mehr oder weniger rötlich gefärbt sein. Ideal für das Gibsnest.


Schwarze Wegameise (Lasius niger)Bezeichnung deutsch: Schwarze Wegameise
Bezeichnung lateinisch: Lasius niger

3–5 mm. Schwärmt Juli bis September, nachmittags. Selbständige Koloniegründung. Baut bis 30cm hohe Erdhügel, die an Termitenbauten erinnern, oder unter Steinen, meistens zwischen Gräsern. Hält Blattlauszucht auf Rosen, Holunder, Johannisbeeren. Sehr häufige Art. Ideal für das Gibsnest.


Braune Holzameise (Lasius emarginatus)Bezeichnung deutsch: Braune Holzameise
Bezeichnung lateinisch: Lasius emarginatus

2.5–4.5 mm. Gleicht der Wegameise, nur Brust ist rotbraun. Schwärmt Mai bis Juli. Baut meist in altes Holz, nicht selten im Gebälk von Häusern. Häufig lästig, weil oft in Häusern anzutreffen.


Gelbe Wiesenameise (Lasius flavus)Bezeichnung deutsch: Gelbe Wiesenameise
Bezeichnung lateinisch: Lasius flavus

2–5 mm. Schwärmt Mai bis Oktober. selbständige Koloniegründung. In der Standortwahl sehr anpassungsfähig. Erndnester sind mit Gras überwachsen. Züchten Wurzelläuse. Sehr häufige Art. Ideal für das Gibsnest.


Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus)Bezeichnung deutsch: Glänzendschwarze Holzameise
Bezeichnung lateinisch: Lasius fuliginosus

4–6 mm. Schwärmt Juni bis Juli, Frühnachmittags, abends oder nachts. Unverwechselbarer Geruch (süsslich), der wahrscheinlich der Verteidigung dient. Holzzerstörend. Baut riesige, selbstgefertigte Kartonnester in lebende Bäume. Oft in der Nähe von kleinen Waldbächen.


BettwanzenBezeichnung deutsch: Bettwanzen

Ca. 5–8 mm lang, stark abgeplattet, rotbraun. Larven entwickeln sich aus dem Ei in 5 Stadien zum Vollinsekt. Sie sind dem erwachsenen Tier in der Form ähnlich, aber mehr gelbbraun gefärbt. Nach dem Blutsaugen sind die Tiere stark verdickt und rot bis schwarz gefärbt. Tagsüber in Verstecken verborgen, wie z. B. Ritzen in Böden, Matratzen, hinter elektrischen Leitungsrohren, Bildern u. a. Erwachsene Tiere können Kälte ertragen und wochenlang ohne Nahrungsaufnahme leben. Befallen sind meistens Schlafräume. Ebenfalls kommen die Vogelwanzen (Oeciacus hirundinis) häufig vor.


Braunband SchabeBezeichnung deutsch: Braunband Schabe

Benötigen ausgesprochen trockenen Lebensraum wie z.B. Kleiderschränke, Computer, Bücherregeale, Kartrons.


Deutsche SchabeBezeichnung deutsch: Deutsche Schabe

Ca. 13 mm groß, gelbbraun mit 2 dunkelbraunen Längsstreifen auf dem Halsschild. Beide Geschlechter geflügelt, fliegen aber nicht. Eipaket mit 20-40 Eiern wird vom Weibchen ca. 4-5 Wochen herumgetragen und dann wahllos abgelegt. Kurz darauf schlüpfen die dunkelbraun gefärbten Junglarven. Gesamte Entwicklungsdauer 2–3 Monate. Liebt wie alle Schabenarten dunkle, feuchte Verstecke und wird daher häufig lange Zeit nicht bemerkt. Geht nur nachts, wie alle Schabenarten, auf Nahrungssuche. Tiere können längere Zeit hungern. Die Eipakete sind wegen ihrer Chitin-Hülle sehr widerstandsfähig, auch gegenüber Bekämpfungsmitteln.


Orientalische SchabeBezeichnung deutsch: Orientalische Schabe

Auch Küchenschabe, Bäcker- bzw. Brotschabe oder Kakerlake genannt. 20-28 mm groß. Männchen kastanienbraun, Flügel etwas kürzer als der Hinterleib. Weibchen fast schwarz, besitzt nur Flügelstummel. Eipaket mit etwa 16 Eiern wird schon nach 2–5 Tagen wahllos abgelegt. Larven schlüpfen erst nach 2–3 Monaten. Entwicklung bei hohen Temperaturen nach 22 Wochen abgeschlossen, normalerweise aber erst nach 1 Jahr. Sonst wie Deutsche Schabe, aber wärmeliebender.


Amerikanische SchabeBezeichnung deutsch: Amerikanische Schabe

26–38 mm groß, rotbraun, Halsschild rotgelb mit 2 dunkelbraunen Flecken. Beide Geschlechter voll geflügelt. Eipakete werden nur einige Stunden bis 6 Tage herumgetragen, dann in Ecken und Ritzen festgeklebt und mit Holzspänen, Papierstückchen u. a. zugedeckt und getarnt. Larven schlüpfen nach 1-2 Monaten. Gesamtentwicklungsdauer der Schabe ca. 1 Jahr. Von allen Schabenarten liebt sie Wärme am meisten.


TaubenzeckeBezeichnung deutsch: Taubenzecke

4–5 mm lang, 8 Beine, Körper flach eiförmig. Körperseiten muldenförmig nach oben umgebogen. Voll gesogen bis 12 mm lang. Zecken, auch deren Larven und Nymphen, wandern aktiv zu den Wirtstieren. Sind zu mehrjährigem Hungern befähigt. Halten sich vorwiegend in Taubenschlägen, aber auch in Ställen anderer Geflügel-Arten auf.


Holzbock (Zecke)Bezeichnung deutsch: Holzbock (Zecke)

2–4 mm, voll gesogen bis 12 mm lang, 8 Beine. Kopf, Brust und Hinterleib der Männchen mit einem großen Schild bedeckt, Weibchen mit kleinem Schild (siehe Bild). Larven lassen sich von Gräsern, Sträuchern usw.auf Wirtstiere fallen, beißen sich fest und lassen sich, wenn sie voll gesogen sind, nach etwa 5-7 Tagen vom Wirt herunterfallen.


FleischfliegeBezeichnung deutsch: Fleischfliege

Fliege 10–14 mm lang, stark beborstet, vorwiegend schwarz, bläuliche Längsstreifen auf der Brust. Hinterleib dunkelblau glänzend Über 1000 Eier werden in einzelnen Haufen an eiweißreichen Substanzen, z. B. Fleisch, abgelegt. Weiße Maden schlüpfen oft schon am selben Tag.


Große oder Gemeine StubenfliegeBezeichnung deutsch: Große oder Gemeine Stubenfliege

Fliege schwarz, 7–8 mm lang. Der Leckrüssel ist nach unten gerichtet endet in dem gut erkennbaren Saugkissen. Die Innenränder der Flügel überschneiden sich in Ruhestellung. Legt bis zu 2000 Eier vorwiegend in Mist, Fäkalien, Komposthaufen und Müllplätzen ab, d.h. überall dort, wo sich organische Substanz zersetzt. Menschen und Haustiere werden beunruhigt und belästigt. Hat eine Vorliebe für menschliche und tierische Körperausscheidungen (Schweiß, Kot, eiternde Wunden). Überträgt Infektionskrankheiten, wie z.B. Typhus, Cholera, Salmonellosen, Kinderlähmung, Maul- und Klauenseuche u.a.) Wohnungseinrichtungen und Lebensmittel werden verschmutzt und unter Umständen mit Krankheitserregern verseucht.


Larven der StubenfliegeBezeichnung deutsch: Larven der Stubenfliege

Aus den Eiern, die auf Dung, Kompost oder andere organische Substanzen ablegt werden, entwickeln sich weiße, beinlose Maden, die bis zu 12 mm lang werden. Der Hauptschaden besteht darin, dass aus den Brutstätten massenhaft Nachschub für die Fliegenplage kommt. Hier bieten sich auch Ansatzpunkte für eine systematische Bekämpfung mit Larviziden, bevor es zur Plage mit adulten Fliegen kommt.


Gemeine Stechfliege oder WadenbeißerBezeichnung deutsch: Gemeine Stechfliege oder Wadenbeißer

Fliege 6-7 mm lang, Hinterleib mit bräunlichem Anflug, Stechrüssel zugespitzt nach vorne gerichtet und deutlich den Kopf überragend. In Ruhestellung sind die Flügel auseinandergespreizt, die Innenränder überschneiden sich kaum. Vermehrung und Entwicklung ähnlich wie bei der Großen Stubenfliege. Brutstätten vorwiegend Mistplätze u.a. faulendes organisches Material. Hauptauftreten im Spätsommer und Herbst, in Schuppen, Ställen und Wohnräumen. Beide Geschlechter saugen Blut und verursachen beim Menschen schmerzhafte Stiche. Quälgeister der Haustiere. Milch- oder Mastleisungen gehen zurück. Übertragen außerdem gefährliche Krankheitskeime, z.B. Milzbrand, infektiöse Anämie, Ruhr, und sind Zwischenwirte verschiedener Geflügelbandwürmer.


Graue FleischfliegeBezeichnung deutsch: Graue Fleischfliege

Fliege 10–16 mm lang, schlank. Brust hellgrau mit 3 dunklen Längsstreifen. Hinterleib schachbrettartig hell- und dunkelgrau gefleckt. Die Larven entwickeln sich in Kot und an Tierkadavern zu adulten Fliegen. Beleckt eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Käse, Fisch. Sucht im Freiland aber auch Tierkadaver und Exkremente auf. Der abwechselnde Aufenthalt auf Aas, Kot und Lebensmitteln ist nicht nur unappetitlich, sondern macht diese Fliege auch zum Überträger gesundheitsschädlicher Keime und zu einer Quelle für bedenkliche Verschmutzung von Nahrungsmitteln.


Schmeißfliege oder Blaue FleischfliegeBezeichnung deutsch: Schmeißfliege oder Blaue Fleischfliege

10–14 mm lange, stark beborstete Fliege, vorwiegend schwarz mit bläulichen Längsstreifen auf der Brust. Hinterleib dunkelblau glänzend. Über 1000 Eier werden in einzelnen Haufen an eiweißreichen Substanzen, z.B. Fleisch, abgelegt. Weiße Maden schlüpfen oft schon am selben Tag. Schaden wie bei Grauer Fleischfliege.


KriebelmückeBezeichnung deutsch: Kriebelmücke

Kleine gedrungene Mücke, ca. 1-1,3 mm lang, mit auffallend breiten, glashellen Flügeln und verdickten Beinen. Sind nur im Freien anzutreffen, vorwiegend an Gewässern. Eiablage erfolgt unter Wasser. Larvenentwicklung in fließenden Gewässern an Steinen und Pflanzen. Zahlreiche verschiedene Arten, treten oft in Massen auf. Nur die Weibchen stechen. Juckreiz anfangs sehr stark. Bei Massenauftreten starke Belästigung der Tiere und Menschen im Freien. Überträger von Blutparasiten des Geflügels und verschiedener Wurmerkrankungen.


Gemeine Stechmücke oder Kleine HausmückeBezeichnung deutsch: Gemeine Stechmücke oder Kleine Hausmücke

Mücken 5-6 mm lang, bräunlich-grau, Hinterleib mit hellen Querbändern. Hausmücken legen ihre Eier, als schwimmende Schiffchen zusammengeklebt, auf Wasseroberflächen ab. Brutstätten sind Wasseransammlungen aller Art, wie z.B. Gräben, Teiche, tote Flussarme, Jauchegruben, Pfützen, Regentonnen, verstopfte Dachrinnen, Sickerschächte, alte Autoreifen, Regenwassergefüllte Konservendosen und Flaschen. Befruchtete Weibchen überwintern in Kellern und an anderen geschützten feuchten Orten. Überträger der Hirnhautentzündung und von Fadenwürmer-Erkrankungen.


Wald- und WiesenmückeBezeichnung deutsch: Wald- und Wiesenmücke

5 cm lang, graubraun. Eier werden vor dem Winter im späteren Hochwasserbereich auf trockenes Land abgelegt. Schon ab Februar/März schlüpfen die Larven, sobald sich mit steigendem Wasser Pfützen und Tümpel gebildet haben. Die Überwinterung erfolgt niemals im Larvenstadium. Sehr starke Massenvermehrungen oft im Stromgebiet größerer Flüsse. Gehört zu den stechfreudigsten Mückenarten und sind für den Menschen sehr lästig und quälend. Überträger des Gelbfiebers, Dengue-Fiebers, der Hirnhautentzündung und von Filarien in den Tropen und Subtropen.


Stechmücken-LarveBezeichnung deutsch: Stechmücken-Larve

Allen Stechmücken gemeinsam ist, dass sich ihre Larven in meist stehendem, unbewegtem und flachem Wasser entwickeln. In Deutschland kommen ca. 40 verschiedene Stechmückenarten vor. Alle haben gemeinsame Merkmale bezüglich ihrer Lebensweise: Mücken fliegen vom Frühjahr bis zum Herbst. Tagsüber halten sie sich meist an schattigen, feuchten Orten (in Hecken oder Gehölzstreifen) versteckt. In der Dämmerung und nachts - an feuchtwarmen Tagen schon nachmittags - fliegen diese Insekten. Die Weibchen stechen und nehmen mit dem Stechrüssel Blut auf. Männchen stechen nicht. Stechmücken quälen durch ihre Stiche alle Warmblüter. Die Stiche sind mit schnell sich ausdehnender Hautschwellung und rasch nachfolgendem Juckreiz verbunden. Menschen werden sowohl im Freien als auch in Häusern - vor allem während des Schlafes - befallen. Auch in Ställen finden sich Stechmücken in großer Zahl ein. Bestimmte Arten übertragen Krankheitserreger, wie z.B. Malaria, Gelbfieber, Weil‘sche Krankheit, Geflügelpocken, Hirnhautentzündungen und durch Fadenwürmer verursachte Erkrankungen.


RegenbremseBezeichnung deutsch: Regenbremse

Fliege 8-11 mm lang, mit gerade vorstehenden Fühlern. Hinterleib fast schwarz mit weißlichen Seitenflecken. Die grauen Flügel sind marmoriert. Die Regenbremsen halten sich nur im Freien auf. Stich verursacht starken Juckreiz. Blutung meist noch nach Quaddelbildung. Überträger von Milzbrand, der infektiösen Anämie der Pferde und der Weil‘schen Krankheit.


WanderratteBezeichnung deutsch: Stubenfliege

Fliege schwarz, 7–8 mm lang, Der Leckrüssel ist nach unten gerichtet und endet in dem gut erkennbaren Saugkissen. Die Innenränder der Flügel überschneiden sich in Ruhestellung. Legt bis zu 2.000 Eier vorwiegend in Mist, Fäkalien, Komposthaufen und Müllplätzen ab, dass heißt, überall dort, wo sich organische Substanz zersetzt.


Pharaoameise (Monomorium pharaonis)Bezeichnung deutsch: Pharaoameise
Bezeichnung lateinisch: Monomorium pharaonis

Arbeiterin nur 2–2,5 mm lang, bernsteingelb, Hinterleibsspitze dunkel. Sehr Wärme liebend, kommt daher nur in gut geheizten Gebäuden vor. Nester mit Geschlechtstieren meist versteckt z. B. im Mauerwerk, unter Umständen in größerer Entfernung vom Fraßort.


MenschenflohBezeichnung deutsch: Menschenfloh

2–4 mm lang, dunkelbraun bis schwarz, seitlich zusammengedrückter Körper, starke Sprungbeine. Bis zu 400 Eier werden wahlweise in der Umgebung der Wirte abgelegt. Larven fadenförmig, beinlos, ca. 5 mm lang. Generationsdauer 4–6 Wochen. Flöhe können wochenlang hungern. Brutstätten sind vor allem Staub und Kehrichtansammlungen u. ä. in Ritzen, Fugen, Ecken usw. Die Larven ernähren sich vom Kot der erwachsenen Flöhe und von organischen Partikeln.


HundeflohBezeichnung deutsch: Hundefloh

1,5–3,2 mm lang, braun bis rotbraun, Kopf länglich. Hält sich in oder in der Nähe der Lagerstätten von Hunden auf, kann auch vorübergehend auf den Menschen übergehen. Sonst wie Menschenfloh.


KatzenflohBezeichnung deutsch: Katzenfloh

1,5–3 mm lang, braun bis rotbraun, Kopf kurz. Hält sich in oder in der Nähe der Lagerstätten von Katzen auf, kann aber auch vorübergehend auf den Menschen übergehen. Ist heute der am weitesten verbreitete Floh.

Materialschädlinge

Gefleckter PelzkäferBezeichnung deutsch: Gefleckter Pelzkäfer

Käfer 3,5–5,5 mm lang, dunkelbraun bis schwarz, auf Flügeldecken sowie auf Halsschild in der Mitte und an den Seiten mit weißen Flecken. In seiner Lebensweise dem Teppichkäfer ähnlich. Weibchen fliegen zur Eiablage schon im Spätfrühjahr in Wohnungen und Lagerräume ein. Ca. 40-50 Eier. Die Larven halten sich oft abseits vom Fraßort versteckt. Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Käfer mehr als ein Jahr, häufig 2–3 Jahre. Die Larven fressen nahezu jede tierische Faser. Besonders gefährdet sind Pelze, Teppiche und Polsterstoffe Dunkler Pelzkäfer Käfer 3,4 - 5 mm lang, dunkelbraun, sonst wie Gefleckter Pelzkäfer.


Gemeiner SpeckkäferBezeichnung deutsch: Gemeiner Speckkäfer

Käfer 6–10 m lang. Grundfarbe von Käfer und Larve braunschwarz, Käfer mit heller Querbinde auf den Flügeldecken. Weibchen legt 100–200 Eier an Nahrungsstoffen ab. Unter günstigen Bedingungen bis zu 6 Generationen pro Jahr. Vorübergehend werden von Käfer und Larven auch niedrige Temperaturen gut vertragen. Speckkäfer-Befall wird meist an behaarten Larvenhäuten erkannt, die gesellig auftretenden Larven zerstören Felle und Leder durch Schabe- und Lochfraß von der Innenseite her, vereinzelt auch Wolltextilien. Schäden entstehen auch dadurch, dass sich die Larven zur Verpuppung in Waren, wie Tabakballen, Garnrollen, Kork, weiches Holz, Asbest u.ä. hineinbohren.


Glänzendschwarzer GetreideschimmelkäferBezeichnung deutsch: Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer

Ca. 5–6 mm lange, schwarzbraune Käfer. Sehr langlebig (bis zu 3 Jahren). Die Käfer haben zwar gut entwickelte Flügel, fliegen aber nicht. Eiablage: bis zu 2600 einzeln auf dem Substrat. Die gelbbraunen Larven werden bis zu 12 mm lang und ähneln einem kleinen Mehlwurm. Die Nahrung besteht aus pflanzlichen Produkten (besonders verschimmelten), aber auch Aas. Entwicklungsdauer: 5 Wochen (bei 30 °C) bis 9 Wochen (bei 24 °C). Vorkommen: in Geflügel- und Schweineställen, Lägern von Futtermitteln und in feuchten Küchen. Überträger von Krankheiten, vor allem in Hühnerställen, Schäden an Dämm-Material und dergl. durch Einbohren der verpuppungsreifen Larven und den Bau von Puppenwiegen. Die Käfer bohren ebenfalls in weichen Materialien. Die Art spielt als Vorratsschädling nur eine untergeordnete Rolle.


KleidermotteBezeichnung deutsch: Kleidermotte

Die Kleidermotte ist 4–9 mm lang. Vorderflügel gelb, flänzend, Hinterflügel heller. Spannweite 14 mm. Weibchen legt 100–200 Eier einzeln an Stoffen ab. Raupen schlüpfen nach ca. 14 Tagen. Entwicklungsdauer bis zum Schmetterling bei Zimmertemperatur ca. 3 Monate. In geheizten Räumen 3-4 Generationen jährlich, in ungeheizten Räumen 2 Generationen. Typisch sind die 15 cm langen Gespinströhrchen. Die meist schmutzig-gelbweißen Raupen der Kleidermotte verursachen Lochfraß und Kahlstellen an Wollstoffen, Pelzen, Teppichen u.a. Befallen werden vor allem Wollfasern, Textilien und Pelze, die längere Zeit nicht getragen wurden. Fellmotte/Pelzmotte : An Pelzen und Wolltextilien ähnlich lebende und schädigende Insekten wie Kleidermotte. Sie verursachen auch die gleichen Schäden.


KorkmotteBezeichnung deutsch: Korkmotte

Die Korkmotte ist 5–7,5 mm lang, der Falter hat eine Flügelspannweite von 10-14 mm. Hauptflug erfolgt im Frühjahr und Vorsommer. Eiablage auf Korken oder an feuchten, dunklen Kellern. es gibt noch weitere Kleinschmetterlinge, deren Räupchen, auch als „Korkwurm“ bekannt, in Weinkellern höchst unerwünscht sind. Die Raupen zerstören den Flaschenkorken der abgefüllten Weine. Der Wein läuft aus oder bekommt einen muffigen Geschmack. Dieser wird durch Schimmelpilze, Bakterien und Milben verursacht, die sich auf dem von Kot durchsetzten, oft zentimeterlange „Bärte“ bildenden Korkrümelgespinst ansiedeln.


KugelkäferBezeichnung deutsch: Kugelkäfer

2-3 mm lang, rotbraun, glänzend. Käfer kugelig, 2,5-4,5 mm lang. Braun, mit langen goldgelben Haaren bedeckt. Weibchen legt 20-30 Eier, Larven schlüpfen nach 2-4 Wochen. Dauer der Larven-Entwicklung von Temperatur, Art und Menge der verfügbaren Nahrung abgängig. Normalerweise nur 1 Generation pro Jahr, in gut beheizten Räumen auch zwei. Käfer sehr beweglich, wandern bei Dunkelheit umher, lichtscheu, haben Vorliebe für Feuchtigkeit. Tagsüber versteckt in Boden- und Deckenhohlräumen. Häufiges Auftreten in alten Gebäuden.Im Gegensatz zu anderen Käferarten ist das Vollentwickelte Tier der Hauptschädling. Zerstört mit Vorliebe Seide, Wolle, Kunstfasern, aber auch Lebensmittel, Zigarren u.a. werden angefressen. Massenauftreten oft dort, wo organische Abfall- oder Isolierstoffe in Hohlräume hineingebracht wurden (evtl. durch Mäuse oder Ratten).


MessingkäferBezeichnung deutsch: Messingkäfer

Käfer kugelig, 2,5–4,5 mm lang. Braun, mit langen goldgelben Haaren bedeckt. Weibchen legt 20–30 Eier, Larven schlüpfen nach 2–4 Wochen. Dauer der Larven-Entwicklung von Temperatur, Art und Menge der verfügbaren Nahrung abgängig. Normalerweise nur 1 Generation pro Jahr, in gut beheizten Räumen auch zwei. Käfer sehr beweglich, wandern bei Dunkelheit umher, lichtscheu, haben Vorliebe für Feuchtigkeit. Tagsüber versteckt in Boden- und Deckenhohlräumen. Häufiges Auftreten in alten Gebäuden.Im Gegensatz zu anderen Käferarten ist das vollentwickelte Tier der Hauptschädling. Zerstört mit Vorliebe Seide, Wolle, Kunstfasern, aber auch Lebensmittel, Zigarren u.a. werden angefressen. Massenauftreten oft dort, wo organische Abfall- oder Isolierstoffe in Hohlräume hineingebracht wurden (evtl. durch Mäuse oder Ratten).


SilberfischchenBezeichnung deutsch: Silberfischchen

Kennzeichen: Abgeplatteter Körper mit silbrigen Schuppen und einigen zarten Borsten besetzt. Körperlänge: 7–10 mm Entwicklung: Die Larven entwickeln sich über 14 Stadien innerhalb von 3 Jahren. Die Imagines leben noch 2 weitere Jahre. Ernährung: Papier, Holz, Kohlehydrate Verbreitung: ganze Welt, in Mitteleuropa an menschliche Behausungen gebunden.


StaublausBezeichnung deutsch: Staublaus

1–2 mm lang, meist hell, gelegentlich auch dunkel gefärbt. Teils mit Flügelschüppchen, teils ohne. In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit verursachen sie Schabefraß an Papierwaren, wie z.B. Akten, Bücher, Tapeten. In frisch tapezierten oder feuchten Neubauten kommt es oft zur Massenvermehrung, sie fressen dort den kaum sichtbaren Schimmelpilzrasen von der Tapete ab. In zu feucht gelagerten, muffigen Lebensmitteln vermehren sie sich sehr stark und beschleunigen den Verderb. Auch Textilien, Drogen und Matratzenfüllungen könne sie schädigen.


WollkrautblütenkäferBezeichnung deutsch: Wollkrautblütenkäfer

Käfer 3–4,5 mm lang. Im Frühjahr und Sommer als Pollenfresser an Blüten. Weibchen fliegen zur Eiablage in Wohnungen und Läger ein, wo sie an verschiedenen Materialien 20 und mehr Eier einzeln ablegen. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen die behaarten Larven. Sie sind lichtscheu und halten sich häufig abseits von der Fraßstelle hinter Scheuerleisten, Schränken und in anderen Schlupfwinkeln versteckt. Generationsdauer knapp 1 Jahr. Die Larven bevorzugen als Nahrung trockene tierische Produkte aller Art, wie Wollstoffe, Pelze. Es können auch ausgestopfte Tiere und Insektensammlungen geschädigt werden. Teppichkäfer/Museumskäfer Entwicklung und Lebensweise sowie Schäden ähneln dem Wollkrautblütenkäfer.

Lästlinge

Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus)Bezeichnung deutsch: Feuerwanze
Bezeichnung lateinisch: Pyrrhocoris apterus

Kennzeichen: Überwiegend rot gefärbt mit schwarzem Kopf und Schildchen. Halsschild mit schwarzem Mittelfleck. Der Körper ist abgeflacht und länglich oval. Länge: 9–13 mm Entwicklung: Die Paarung erfolgt von April bis Mai. Die Weibchen legen 50 - 60 Eier unter altes Laub. Die Larve ist wie die Wanze rot-schwarz gefärbt. Eine Generation pro Jahr, die erwachsenen Wanzen überwintern. Ernährung: Saugt an abgefallenen Samen vor allem von Linden, aber auch an anderen Insekten. Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, Asien.


Heimchen (=Hausgrille)Bezeichnung deutsch: Heimchen (=Hausgrille)

Ausgewachsen ca. 20 mm lang, strohgelb mit lederbrauner Zeichnung. Verwandt mit Feldgrillen und Heuschrecken. Zu kleinen Sprüngen befähigt. Vermehren sich in Schlupfwinkeln von Häusern, vor allem dort, wo es warm, feucht und dunkel ist (Keller, Küche usw.). Dort halten sie sich tagsüber verborgen. Nachts gehen sie auf Nahrungssuche, sie sind Allesfresser. Während der warmen Sommermonate leben sie häufig im Freien und vermehren sich besonders gern auf Müllplätzen. Von dort wandern sie. Fraßschaden gering, befallene Nahrungsmittel werden jedoch mit Kot und leeren Larvenhäuten verschmutzt. Das Zirpen der Männchen wird als Belästigung empfunden.


KellerasselBezeichnung deutsch: Kellerassel

Schiefergrau bis gelbgrau gefärbte, platte Krebstiere. Erwachsen etwa 15 mm lang. Auftreten in Waschküchen, Kellern, hinter Regalen, Kisten, zwischen Kartoffelhaufen und sonstigem feucht lagerndem Material. Leben von pflanzlichen Vorräten. Im Wohnhaus und Keller ist der Schaden im Allgemeinen nicht große – nur kleine Fraßstelle an Kartoffeln, Gemüse und Obst. Tiere jedoch ekelerregend. Schäden im Garten an Keimlingen und Jungpflanzen.


RasenameiseBezeichnung deutsch: Rasenameise

Arbeiterinnen 2–3,5 mm lang, braun bis dunkelbraun. Nester an sandigen, sonnigen Stellen in Gärten, an Wegrändern, unter Steinen und Platten, häufig mit Erdaufwurf. Ameisen leben u.a. von zuckerhaltigen Substanzen und Fleisch. In Wohnungen und Vorratsräumen werden sie von Zucker, Früchten, Honig, Speisen, aber auch von frischen Fleischwaren angelockt. Die Ameisenstraßen führen zu den Nestern. In älteren Gebäuden können sie Holz zerstören.


Mattschwarze WegameiseBezeichnung deutsch: Mattschwarze Wegameise

Arbeiterinnen 2,5–4 mm lang. Vorwiegend braun gefärbt. Nester in Gärten, unter Steinen, Baumrinde, im Rasen, in Mauerspalten u.a. Meistverbreitete Art in Haus und Garten. Schaden wie bei Rasenameise.


Tau- oder EssigfliegeBezeichnung deutsch: Tau- oder Essigfliege

Kleine, 2–3 mm lange Fliege mit gelbbrauner Färbung, roten Augen und schwarzen Hinterleibringen. Eier werden an pflanzliche Nährsubstrate abgelegt. Larven weiß gedrungen, 3 mm lang. Befall bei entsprechender Wärme das ganze Jahr, vorwiegend aber ab Spätsommer, wenn reichlich verderbende Früchte und faulende Pflanzenreste vorhanden sind. Verletztes, zerschnittenes Obst, auch Obsttorten, Fruchtsaft, Most, Bier, Milch, faulende Pflanzenreste und Abfälle werden befallen und mit Eiern belegt. Dabei erfolgt Übertragung besonders von Hefepilzen, Essigbakterien u.a.


Gemeine WespeBezeichnung deutsch: Gemeine Wespe

Entwicklung und Lebensweise ähnlich der Deutschen Wespe. Schaden wie bei Deutscher Wespe.


Deutsche WespeBezeichnung deutsch: Deutsche Wespe

13-20 mm lang, schwarzgelb gezeichnet. Kopfschild mit 1-3 schwarzen Punkten, hinterer Augenrand ganz gelb. Leben in Nestern. Diese bestehen aus einer papierartigen Masse. Es überwintern nur die Königinnen. Daher findet man Wespen im Frühjahr nur vereinzelt. Aus den Eiern der Königinnen entwickeln sich vor allem Arbeiterinnen, die im Spätsommer und Herbst die Wespenplage verursachen. Schmerzhafte Stiche. Fraß an Obst, Säften, Kuchen, Marmeladen u.a. tierisches Eiweiß wird ebenfalls benötigt.

Nützlinge

Florfliegen, Goldaugen (Fam. Chrysopidae)Bezeichnung deutsch: Florfliegen, Goldaugen
Bezeichnung lateinisch: Fam. Chrysopidae

Körper und Flügeladerung der Florfliegen sind meist gelblich oder grünlich. Die Augen sind vorstehend und sind stark metallisch leuchtend (Florfliegen werden auch oft Goldaugen genannt). Die Mundwerkzeuge sind vom beißend-kauenden Typ mit kräftigen Mandibeln. Florfliegen besitzen 2 Paar häutige Flügel, die reich geädert sind, in Ruhe liegen sie dachartig dem Abdomen an. Auffällig ist die Reduktion der großen Längsadern. Bei einigen Arten konnten Gehörorgane (Tympanalorgane) im basalen Teil der Radialader des Vorderflügels nachgewiesen werden.


Schlupfwespen (Ichneumonidae)Bezeichnung deutsch: Schlupfwespen
Bezeichnung lateinisch: Ichneumonidae

Die Schlupfwespen (Schlupfwespen im engeren Sinne) stellen bei uns mit ca. 22.000 beschriebenen Arten die artenreichste Insektenfamilie dar. Man schätzt aber, dass weltweit wenigstens 60.000–1000.000 Arten existieren! Die meisten Arten kommen in den wärmeren Zonen der Erde vor. Für Europa werden 5700 Arten angegeben, auf den Britischen Inseln finden sich immerhin noch 2000 Arten. Bei den Imagines handelt es sich um relativ große Tiere (meist um 5 mm). Einige Gruppen, darunter der bekannteste Vertreter Rhyssa, kann es sogar auf eine Körperlänge von 5 cm bringen. Die Flügel sind typischerweise mit einem reichhaltigen Flügelgeäder ausgestattet, es gibt allerdings auch eine ganze Reihe aptere (flügellose Arten).